Klaus Hohenester
Rechtsanwalt

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Bank- und Immobilienrecht 
 
VIII. Widerruf eines Darlehensvertrages
 
Darlehensverträge müssen eine Widerrufsbelehrung enthalten, wonach der Kreditnehmer seine Erklärung innerhalb von 14 Tagen widerrufen kann. Sofern diese Belehrung nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht, wird die Frist nicht in Gang gesetzt und der Darlehensnehmer kann auch noch Jahre später seine Erklärung widerrufen. In diesem Fall sind die jeweils empfangen Leistungen (also zum einen das Darlehen, zum anderen die Kreditraten nebst Sonderleistungen) unter Berücksichtigung einer Verzinsung zurück zu zahlen. Eine Vorfälligkeitsentschädigung fällt nicht an.

Ein Widerruf kommt insbesondere dann in Frage, wenn die Zinssätze inzwischen niedriger geworden sind.

Die nach der Abrechnung noch verbleibende Forderung der Bank kann durch den Verkauf der Wohnung oder eine Umschuldung ausgeglichen werden.